6. Mai 2015

Shareconomy – oder, hast du etwas das dein Nachbar braucht?

Shareconomy Pumpipumpe Briefkasten

Kannst Du Dich daran erinnern, als Kind den Satz gehört zu haben: “Du musst lernen zu teilen! Die anderen Kinder möchten auch einmal mit dem Bobby Car fahren! Lass die Susi doch auch mal den Puppenwagen schieben!“.

Ich muss immer ein wenig schmunzeln wenn ich solche und ähnliche Szenen bei Kindern beobachte. Doch irgendwie scheint dieses Verhalten tief in uns verwurzelt zu sein. Der Wunsch zu besitzen. Etwas nur für mich ganz alleine zu haben. Nicht teilen zu müssen.

Seit geraumer Zeit beschäftigt mich die Frage: Was habe ich, das jemand anders gut gebrauchen könnte? Oder andersherum. Könnte ich mir etwas ausleihen anstatt es neu zu kaufen?

An dieser Stelle möchte ich gleich den womöglich aufkeimenden Verdacht dementieren, dass ich mich neuerdings der Minimalismus-Bewegung angeschlossen hätte und nur noch 300 Dinge besitze. Dem ist nicht so! Allerdings horte ich auch nicht gerne Sachen, die ich nie bis selten brauche. Dinge, die vielleicht mit den Jahren an Qualität verlieren ob man sie benutzt oder nicht.

Wir haben ein Zelt.
Einen Campingkocher.
Campingstühle.
Eine Hängematte.
Eine Leiter.
Eine Bohrmaschine.
Den Racletteofen und ein Fondueset.
Wir besitzen zwei Autos (Eines davon habe ich vor Jahren geschenkt bekommen und es ist mittlerweile fast 27 Jahre alt!).
Wir haben 6 Esstischstühle und eine Festbankgarnitur.

Wenn wir viele Gäste einladen fehlen uns Stühle und genügend Weingläser.
Hin und wieder könnten wir einen Anhänger gebrauchen.
Einmal im Jahr brauchen wir einen 20 Liter Thermoskrug (für unser nachbarschaftliches Glühweintrinken).
Manchmal brauchen wir einen Hochdruckreiniger um den Balkon zu reinigen.
Wenn ich Fotos für meinen Blog mache, wünsche ich mir, ich hätte ein Kamerastativ.

Erkennst Du Dich im einen oder anderen Punkt wieder?

Seit Jahren wandern unsere Esstischstühle und die unserer Nachbarn regelmässig in die eine oder andere Wohnung. Je nachdem wer gerade viele Gäste eingeladen hat, bekommte alle Stühle und die Weingläser. Eine andere Nachbarin benutzt jeden Mittwoch meinen alten VW Polo da ich ihn an dem Tag nicht brauche.

An dieser Stelle kommt Pumpipumpe ins Spiel. Im Sinn von: Kannst Du mir mal ne Luftpumpe pumpen?

Pumpipumpe

Kürzlich sah ich am Briefkasten von Freunden ganz viele mintfarbene Aufkleber mit den seltsamsten Bildchen darauf. Eine Leiter. Ein Schachspiel. Einen Mixer. Ein Fahrrad. Einen Beamer.
Ich bin auf direktem Weg nach Hause gegangen und habe gleich meine Aufkleber bei Pumpipumpe.ch gratis bestellt.

Nun kleben sie bei uns am Briefkasten und unsere Nachbarn dürfen jederzeit bei uns klingeln wenn sie einen der gezeigten Gegenstände ausleihen möchten.

Briefkasten Pumpipumpe 1

Noch viel cooler wäre es, wenn auch noch andere mitmachen würden. Stellt Euch nur mal vor wieviel Platz wir sparen könnten, müssten wir nicht all diese Dinge aufbewahren, die jemand anders schon hat. Vom Geld das wir dabei sparen ganz zu schweigen.

Pumpipumpe beliefert auch deutsche Adressen mit den Aufklebern.

Lasst uns unseren Kindern ein Vorbild sein, wenn wir Ihnen das nächste Mal predigen: “Teile Deine Spielsachen, Mäxchen!”

Welche Dinge teilst Du mit Deinen Freunden oder was leihst Du Dir gerne aus? Erzähl uns davon unten in den “Kommentaren”, auf Facebook oder Instagram!

Herzlichst Eure,

signatur

3 thoughts on “Shareconomy – oder, hast du etwas das dein Nachbar braucht?”

  1. Hi Tina,
    das ist ein großartiger Tipp. In der Praxis teilen wir schon ziemlich viel mit unseren Nachbarn. Stühle, den Drucker/Scanner, unser Auto ab und an… Mit den Aufklebern wird noch schneller klar, was wir anderen anbieten. Eine tolle Idee. Ich hab die Aufkleber sofort bestellt und bin gespannt, was die Nachbarn sagen..
    Herzliche Grüße
    Julia

  2. Yvonne sagt:

    Das ist ja mal eine wirklich coole, nachbarschaftsfreundliche Aktion.

    Ich lerne ja zur Zeit gerne meine Nachbarn kennen, weil ich immer deren Pakete annehme. Ich habe mittlerweile den Verdacht, der Postmann klingelt nur noch bei mir…

    Yvonne

    1. Tina Lung sagt:

      Yvonne, Du kannst bald schon einen Paket-Shop aufmachen wie wir sie zu hunderten bei uns im süddeutschen Grenzgebiet haben (die Schweizer lassen ihre Pakte, die sie im deutschen Onlineshop kaufen, nach Deutschland zu einem Paketshop liefern) :-)

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