19. Juni 2013

Das Ende der Tütensammlung

Einen wunderschönen sommerlichen Guten Morgen allerseits!
Ihr seid bestimmt genauso begeistert wie ich über das traumhafte, sonnige, heisse Sommerwetter nach all den Monaten von Grau und Kalt!!!!
Heute möchte ich ein kleines Projekt mit Euch teilen, das mich seit Wochen, nein Monaten, ok jetzt mal ganz ehrlich: seit JAHREN so was von nervt.
Vielleicht kennt Ihr diesen “kleinen” Ort, den man kaum anschauen kann ohne sofort wieder verzweifelt die Augen davor zu verschliessen. Jedoch bin ich evt. die einzige, die mit diesem Problem zu kämpfen hat – in dem Fall werde ich mich hier und heute hochoffiziell dazu outen. Ich schäme mich über mein Unvermögen ein “Geschenk” einfach wegzuwerfen und in diesem Bereich Ordnung zu halten.
Genug der langen Worte, mit Schamesröte im Gesicht (sowie Stolz und Freude in den Augen über die Veränderung) präsentiere ich Euch
MEINEN TÜTENSCHRANK
 und hier gleich nochmals das wahre Ausmass des Schreckens…
 
In einem plötzlichen Anfall von Tatendrang habe ich alle Tüten aus dem Schrank herausgerissen und auf den Boden geworfen.
Bei diesem Anblick verdoppelte sich meine Fassungslosigkeit darüber wieviele Tüten und Papiertaschen ein Mensch sammeln kann!!! Unglaublich!!!
Bei jedem Einkauf bekommt man eine Tüte oder jemand bringt mir etwas – in einer Tüte. Da sie ja alle noch gut und wiederverwendbar und zum Teil sogar optisch schön sind, werden sie “ordentlich” im Tütenschrank versorgt, damit man jederzeit für jede mögliche Sache die passende Tasche zur Verfügung hat (als ob ich täglich irgendwelche Dinge in Tüten packen und jemandem bringen würde….tsss, tsss, tsss).
… ganz davon abgesehen wieviel heilige Schrankfläche ich für überflüssiges Material verschwende:
Ich finde, das ist ziemlich viel Platz nur für Tüten und Papiertaschen, oder nicht??!??!?!
Das Regal wurde kurz ausgewischt, dann habe ich alle Tüten sortiert.
Die beiden oberen Haufen wurden gleich aussortiert und zum Recycling gegeben.
Der Stapel mit rosa, beige und schwarzen Papiertäschchen (2. Reihe rechts) habe ich zum Geschenkpapier versorgt um sie als Geschenktaschen zu nutzen.
So wurden schon mal aus 8 Haufen 5. Das ist ja mal ein Anfang!!!
 Ich habe dann in jeder Gruppe nur eine Tüte/Tasche pro Grösse behalten, eine Ausnahme bilden die Migros-Säcke und die wiederverwendbaren, stabilen Kunststofftaschen (mittlere Reihe, mittlere Gruppe). Hiervon habe ich je 5 und 3 behalten.
Für Euro 2.99 habe ich im 1-Euro-Laden diese nette Schachtel gekauft, die das zukünftige Zuhause meiner Taschen sein wird. Die Schachtel ist ganz bewusst nicht grösser, um nicht in Versuchung zu kommen mehr Tüten anzusammeln.
Ich habe die Taschen so in die Schachtel gestellt, dass die Griffe nach unten zeigen. Auf diese Art hat man nicht viel Gefledder das stört und sich bestimmt irgendwo verhakt und man sieht auf einen Blick welche Tüten zur Verfügung stehen.
Ich habe sie nach Sorte und dann nach Grösse sortiert.
Einige wenige riesige Taschen, habe ich in einer Papiertüte im Keller verstaut.
Zu guter Letzt habe ich mir noch eine Etikette draufgeklebt, damit ich NIE eine Ausrede finde um doch noch die eine oder andere Tüte in die Schachtel dazu zu stopfen:-)
Die bekannte Regel (die für so viele andere Bereiche auch gilt):
Eine rein… eine raus!!
Nun ist mehr als die Hälfte der Schrankfläche frei für andere Sachen, wenn ich eine Tasche brauche, kann ich bequem die ganze Schachtel rausnehmen und schauen welche passt ohne im Schrank rumzuwühlen und noch mehr Chaos zu verursachen.
Damit ich mir nochmals das Vorher-Nachher Ergebnis vor Augen führen kann damit so etwas NICHT wieder passiert, hier noch der Vergleich:
Vorher
Nachher
Für den (unwahrscheinlichen) Fall, dass es ausser mir noch andere Menschen gibt, die mehr als 10 Plastiktüten besitzen, die sie glauben zu brauchen – in Wirklichkeit aber NIE brauchen werden – dann hoffe ich, dass mein Post Euch motiviert hat, diesen einen kleinen Bereich auszusortieren und neu zu gestalten.
Der Aufwand ist wirklich gering aber die Luft und der Raum der dadurch entsteht ist RIESIG.
In diesem Sinne wünsche ich Euch fröhliches Tüten-Misten und geniesst um Himmels Willen die Sonne und den Sommer solange er noch da ist!!!
Eure,
signatur

P.S. Wenn Euch dieser Post zur Organisation Eurer Tüten inspiriert hat, dann POSTET doch ein Foto davon und wie bzw. wo Ihr sie hingeräumt habt. Es gibt bestimmt 1000 Möglichkeiten.

P.S. 2: Ich hätte ja gerne all die unnötigen Tüten und Taschen irgendwie wiederverwertet, bzw. weitergegeben wusste aber nicht wer sie gebrauchen könnte. Falls Ihr Ideen habt, was man Schlaues damit tun könnte ausser sie wegzuwerfen: AUCH im Kommentarbereich POSTEN!! 

4 thoughts on “Das Ende der Tütensammlung”

  1. Hat super funktioniert! Hab jetzt mehr Platz! Danke für die Idee. Marianne

  2. Nessaja sagt:

    Die Bibliothek nimmt bei uns gerne mal ein paar Tüten ab, um sie Lesern zu geben, die keine für die geliehenen Bücher haben.

  3. Cornelia sagt:

    Hallo, du kannst kleine Tüten auch im Kindergarten abgeben. Bei uns brauchen sie die immer für die “Wechsel – Schmuddelwäsche”, für die man ja meistens keine Tüte hat. Weiter so mit deinem Blog und LG

  4. Ann sagt:

    Danke für den Post über die Tüten! Wir sammeln sie auf dem Speicher und brauchen sie öfter als gedacht (das habe ich mal gemerkt, als ich zu viele aussortiert hatte). Zum Beispiel, um Schuhe und Schmutzwäsche auf Reisen einzupacken: Jedes Paar Schuhe eine Tüte, jeder Stiefel eine Tüte und noch eine Tüte für schmutzige Wäsche.
    Geschenktüten aus den ganz edlen Tüten zu machen ist auch eine gute Idee.
    In meinem Arbeitszimmer steht auch immer eine edle Tüte für das Altpapier.
    Überflüssige Tüten bringe ich bei uns (in Deutschland) gerne zum Second-Hand-Laden. Die karitativen Läden wie Oxfam nehmen sie sehr gerne, und manche von den privaten Läden auch.

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